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Inh. Thomas Hardlitschke

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Betriebs-Nr.: 38497

Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz

Toms Meinung zu...

Aussagen und Regeln:

Nur weil es schon immer so gemacht wurde, oder weil es in Büchern, Internet-Berichten oder -Foren so steht, heißt dies nicht, dass es die einzige Wahrheit ist. Sich ernsthaft mit den Themen auseinander zu setzen, gesunder Menschenverstand und eigenes Testen hilft. Wir können immer wieder dazulernen und uns alle permanent weiterentwickeln.

 

Konzeptharmonie und „Overkill“:

Bei einem Motorenprojekt steht die Konzeptharmonie, d.h. das Zusammenspiel der gewählten Komponenten an erster Stelle. „Overkill“ durch überzogene Komponenten kostet viel Geld, ist je nach Gesamtkonzept unnötig und bringt u.U. nicht einmal Leistung.

 

Preis und Leistung:

Leistung zu erzeugen ist beim US-V8 relativ einfach und günstig realisierbar. Es ist ungleich schwieriger und teurer, dass der Motor die Leistung, die er erzeugt, auch überlebt. Trotzdem heißt teuer nicht automatisch standfest. Vorhandenes Budget im Motorenbau macht jedoch einiges einfacher.

 

Abstimmarbeiten und Lebensdauer:

Gängige Komponenten in Verbindung mit top-Abstimmung erzeugt mehr Leistung und Fahrbarkeit als unzureichend abgestimmte „Trick-Komponenten“. Es ist beeindruckend über welche Zeiträume Verbrennungsmotoren trotz schlechter Abstimmung grundsätzlich funktionieren können, bevor sie sich vielleicht endgültig verabschieden.

 

Mehr- und Minder-PS:

Es bedarf relativ viel Aufwand bei einem Sauger 50 „echte“ Mehr-PS zu erzeugen. Durch falsche Zünd- und Vergasereinstellung sind diese jedoch leicht zu verlieren inkl. gesteigertem Benzinverbrauch und schlechter Fahrbarkeit. Kleine Veränderungen können hier einen sehr großen Unterschied ausmachen.

 

Massiv und filigran:

Viele der verbauten Komponenten bei klassischen V8 sind “heavy metal”. So wiegt eine Kurbelwelle ca. 30 kg. Damit alles gut funktioniert, kommt es auch auf die Feinheiten an. Wuchtung im Grammbereich und Lagertoleranzen im hunderstel-mm Bereich. Federn und Anschläge bei gängigen Zubehör Verteilern sind mm groß und wiegen weniger als 1 Gramm. Sie bestimmen die mechanische Zündausregelung in Richtung früh und verhindern Motorschäden durch Klingeln. Diese Bauteile und deren Funktion sollte man besser kennen.

 

Tool-Time:

Ohne das entsprechende Werkzeug können gewisse Motorenarbeiten nicht durchgeführt werden. Versucht man es trotzdem, funktioniert es eher nicht, bzw. zerstört die Komponenten. Verfügt man über das Werkzeug und entsprechendes Know-How sind viele Abläufe sehr einfach. Manche Betriebe verfügen weder über das Eine noch das Andere.


Big Points:

Es gibt beim Motorenbau einige Graubereiche für das Ausloten eigener Experimente. Andere Bereiche sollte man besser bedingungslos berücksichtigen.

 

The big three:

Zylinderköpfe, Verdichtung und Steuerzeiten machen beim Sauger die Leistung. Das wird auch in Zukunft so bleiben.

 

Kurbeltrieb und Leistung:

Der Kurbeltrieb in seiner Komponentenqualität, Masse, Wuchtung und peniblen Verbau sorgt in Verbindung mit dem Ventiltrieb, der den Belastungen der gewählten Nockenwelle gewachsen ist, für Standfestigkeit. Im Kurbeltrieb selbst wird keine Leistung gemacht. Dort dreht es sich nur.

 

Racing und Teillast:

Racer sind bisweilen schlechte Berater für Straßenfahrer. Sie sind meist nur an Leistung und Volllast interessiert. Dosierbarkeit spielt bei Ihnen bestenfalls beim Durchfahren einer Kurve eine Rolle. Teillast beim Fahren in und aus der Box. Gerade beim Straßenfahrer sind diese Bereiche aber besonders wichtig, weil er sich in diesen zu 95% seiner Fahrzeit aufhält.

 

Werksangaben:

Werksangaben bzgl. Zündung sind heute durch veränderten Treibstoff und den Verbau zahlreicher Nicht-Werks-Komponenten oftmals wertlos. In vielen Fällen erfüllten Sie schon damals den Primärzweck Schäden und Garantieansprüche zu verhindern und nicht den eines optimalen Motorlaufes. Nicht umsonst waren oftmals Fahrzeuge für Testmessungen von Automobilzeitschriften im Vorfeld “factory-prepared”.

 

“Timing”:

Keine Angst vor "Frühzündung." Das Ausloten sinnvoller Frühzündung im Leerlauf, das Festlegen der Drehzahlkurve und die Maximalauslenkung macht Sinn und wird mit Leistung, Laufkultur und oftmals mit thermischer Ausgewogenheit des Motors belohnt. Gefährlich ist es nur, wenn man nicht weiß, was man tut.

 

Vodoo Zauber:

Manche Bereiche im Motorenbau gehen in den Bereich der Metaphysik und des Vodoo-Zaubers. Sich dort aufzuhalten kostet Zeit, Energie und Geld. Das Verhältnis zum Ertrag stimmt eher nicht.

 

Baustellenwahl:

In bestimmten Bereichen können auftretende Fehler, wie z.B. zögerliche Gasannahme beim Beschleunigen unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb kann man sich nach einer Zeit erfolglosen Schraubens fragen, ob man die falsche Baustelle gewählt hat.

 

Knowledge is horsepower:

Bei aller Gefahr sich zu verzetteln und den Überblick zu verlieren, bleibt diese Aussage weiterhin die Kernaussage. Sie kann erweitert werden um: Standfestigkeit, Fahrbarkeit und “Fun”.

 

Fortsetzung folgt...